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Das Internet ist überwiegend eine virtuelle Welt der Erwachsenen, entsprechend sind Themen, Inhalte und Präsentationsformen auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Erwachsenen zugeschnitten. Ein annähernd vielfältiges Internet-Angebot für sechs – bis dreizehnjährige Kinder gibt es nicht. Diese begeben sich zwar nach den neuesten Studien ebenfalls interessiert und intensiv auf die spannende Reise durch das Internet (vgl. KINDER ONLINE 2004, www.mediaundmarketing.de), finden aber kaum adäquate Seiten und weichen daher auf die ungeeigneten, ja oftmals jugendgefährdenden Seiten der Internet-Erwachsenenwelt aus. Auch wenn sich diese Einblicke in die Erwachsenenwelt nicht immer vermeiden lassen (weder durch Filter, noch durch Verbote, schon eher mit Aufklärung und erzieherischer Einwirkung), so scheint es doch sinnvoll, das Nutzungsverhalten der Kinder im Hinblick auf saubere Seiten zu steuern.
Diesen Anspruch verfolgt die Domain www.seitenstark.de, die im April 2003 etabliert wurde und versucht, die bereits vorhandenen kindgerechte Angebote „für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis“ zu bündeln und ein qualitativ hochwertiges Angebot ins Internet zu stellen.. „Nur so macht das Internet für Kinder Sinn, schafft vernünftige Zusammenhänge, vermittelt Internetkompetenz, fördert interkulturelles und politisches Engagement und ist aktiver Jugendschutz“.
Zu diesem Kinderseiten-Netzwerk gehören neben den Gründungsmitgliedern „Blinde-Kuh“, „Milkmoon“, „Kidsville“ und „sowieso“ mittlerweile eine ganze Reihe („wasistwas“, „Hanisauland“, “geolino“, “zzzebra“, „wolf-kinderclub“) von kompetenten Mitgliedern, die sich ebenfalls diesen Zielen verschreiben haben. Wichtig ist den Mitgliedsseiten die konzeptionelle Verbundenheit mit der Zielsetzung, ein medienpädagogisch wertvolles und dazu werbefreies Internet zu bieten und die Kinder im sicheren Umgang mit dem Internet zu stärken, ihnen „ein virtuelles Zuhause zu bieten, das sie annehmen, schätzen und nutzen“. Aktiver Jugendschutz, der über einen inhaltlichen, nicht auf einem regulativen Ansatz baut, steht dabei bei den Betreibern von seitenstark.de an oberster Stelle. Dass die Seiten ausnahmslos werbefrei sind und die Angebote keine kommerziellen Interessen verfolgen, ist bei diesem konzeptionellen Ansatz fast selbstverständlich. Stattdessen erfahren die Kids ohne den drohenden und mahnenden Zeigefinger auf kindgerechte Art den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet mit den vielfältigen Möglichkeiten des Surfens, Mailens und Chattens.
Gerade letztgenanntes Angebot zeigt den besonderen Anspruch der Domain, es wird nämlich zu bestimmten Zeiten (leider nur an drei Nachmittagen) ein von der Chat-AG der Leipziger Universität moderiertes Chatten ermöglicht. Mit diesem Angebot können sich Kindern aus ganz Deutschland regelmäßig und vor allem sicher austauschen. Wichtig ist den studentischen ModeratorInnen, dass die jungen NutzerInnen die „Chatikette“ beachten. Zu diesen Regeln gehören die Übereinkunft, niemanden den vollen Namen, die eigene oder fremde Telefonnummer, die eigene E-Mail-Adresse oder sogar Anschrift bekannt zu geben. Auch das übrige Kommunikationsverhalten (nett zu anderen zu sein, keine Schimpfwörter zu verwenden, Chat-AnfängerInnen zu helfen) ist geregelt und wird ebenso überwacht. Selbst mit ihren Problemen können sich die Kinder an die eigens ausgebildeten ModeratorInnenen wenden, die hier mit Rat zur Seite stehen und auch für den Notfall eine Liste von Beratungsstellen vorliegen haben. Diese Chat-Raum bietet also echten Jugendschutz und ist dabei trotzdem so interessant, dass sich schon mehrere tausend Kinder angemeldet haben.
Insgesamt tragen die sehr interessanten und pfiffigen Inhalte auf den unterschiedlichsten Plattformen dazu bei, dass den Kindern eine bedeutende Schlüsselkompetenz für unsere Informations- und Wissensgesellschaft mit auf den Weg gegeben wird, dass sie auf eine kindgerechte, bedürfnisorientierte und sichere Art und Weise eine umfassenden Medienkompetenz erwerben können.
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